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ESGZ Ausgabe 4/2022

Wie viel Diversity ist genug?

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34,80 €
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Seitenanzahl: 68
ISSN: 2748-1379
Ausgabe: 4
Jahrgang: 2022
Erscheinungstermin: 7. September 2022
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Wie viel Diversity ist genug?

 

Seien wir mal ehrlich: Es gibt in der Wirtschaft Alt-Herren-Vereine, in denen fühlen sich selbst so manche Herren nicht mehr wohl. Dennoch bleiben sie bei ihren Traditionen – und damit unter sich. Dass damit zugleich auch Nachteile einhergehen können, wird um der Tradition willen nicht selten in Kauf genommen. Ein Grund, weshalb nationale und internationale Gesetzgeber meinen, eingreifen zu müssen. Sie schaffen Quotenregelungen, um mehr Diversität zu erzwingen.

 

Mehr Vielfalt in Unternehmen kann zu besseren Entscheidungen führen, sagen einige Studien. Andere Studien wiederum können nicht bestätigen, dass mehr Diversity zu größeren Erfolgen führt. Gegner der Quoten kritisieren die zunehmende Komplexität sowie eine erschwerte Personalfindung in den ohnehin schwierigen Zeiten des demografischen Wandels.

 

Die Studienlage ist also uneinheitlich – und dies zeigt zumindest, dass nicht einfach behauptet werden kann, diverse Teams seien per se „besser“ oder „erfolgreicher“. Wir finden, dass man durchaus auch kritische Fragen stellen darf: Wäre es vor diesem Hintergrund nicht sinnvoller, bei Besetzungen ausschließlich nach Perfomance und nicht nach Geschlecht oder anderen persönlichen Merkmalen zu entscheiden? Übrigens: Im öffentlichen Dienst, der jahrzehntelang bevorzugt Frauen eingestellt hat, werden jetzt wieder bevorzugt Männer eingestellt, um den inzwischen eingetretenen Frauenüberhang auszugleichen. Ist das nicht ein typisches Zeichen dafür, dass staatliche Regulierung Ungleichgewichte schafft – also Angebot und Nachfrage bessere Mechanismen wären? Und: wenn man einmal mit staatlichen Quoten anfängt, mit welchem Argument wird man dann von einer immer weitergehenden Regulierung wieder Abstand nehmen können?

 

Fakt ist: Im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens ist es essentiell, die besten Köpfe zu gewinnen – ganz gleich welchen Geschlechts oder Herkunft – und manche Tradition hinter sich zu lassen. Dieses Prinzip hat sich übrigens auch der Staat zu eigen gemacht: dort gilt das Prinzip der Bestenauslese: eingestellt und befördert wird nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung; ob das heute auch noch so ist, darüber lässt sich trefflich streiten.

 

Und da wir gerade von den besten Köpfen sprechen: Wir freuen uns, unseren Herausgeberkreis um Herrn Univ.-Prof. Dr. Joachim Hennrichs, Geschäftsführender Direktor, Institut für Nachhaltigkeit, Unternehmensrecht und Reporting, Universität zu Köln (INUR), zu erweitern. Im Interview spricht er über die Herausforderung der ESG-Transformation für KMU.

Weitere Produktinformationen

Produktionsform
Geheftet
Format
A4
Erscheinungsweise
6 Ausgaben pro Jahr
Typ Zeitschrift

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