Fachmedien Otto Schmidt KG

ESGZ Ausgabe 05/2023 (Zeitschrift)

Artikelnummer: A24040212457
Medium: Einzelheft
ISSN: 27481379
Verlag: Fachmedien Otto Schmidt KG

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Windenergie an Land
Trendwende im bauplanungsrechtlichen Außenbereich?



Windenergie ist eine der weltweit am schnellsten wachsenden erneuerbaren Energiequellen. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wird dieWindenergiekapazität bis zum nächsten Jahr um mehr als 50%aufinsgesamt 1,1 Terawatt ansteigen. Hierfür müssen die entsprechenden Kapazitäten, sprich Windenergieanlagen, aber erst geschaffen werden. Windkraft an Land wird dieser Tage bei uns immer sichtbarer. Plötzlich erspäht man auf Bergkämmen und Waldflächen sich fleißig drehende Windräder, die gefühlt über Nacht aus dem Boden geschossen sind. Von durchschnittlich vier bis fünf neuen Windrädern pro Tag sprach Bundeskanzler Olaf Scholz vor ein paar Monaten. In den vergangenen Jahren baute man höchstens ein Windrad pro Tag. Bis 2030 möchte die Bundesregierung die installierte Leistung an Land nahezu verdoppeln, auf 115 Gigawatt. Bis 2032 müssen 2 % der Landfläche für Windenergie bereitstehen – aktuell ist es nicht einmal 1 %. Diese Geschwindigkeit beim Windkraftausbau soll nun durch verschiedene Gesetzesänderungen bzw. Gesetzesergänzungen möglich werden. Regelungen im EEG, Baugesetzbuch, „Wind-an-Land-Gesetz“ sowie im Bundesnaturschutzgesetz erleichtern ab sofort den Ausbau der Windkraft. Wo früher komplexe und langwierige Verfahren zur Genehmigung von Windparks notwendig waren, hat dieRegierung diverseTurbos eingebaut.Ausbau-unwilligeBundesländer werden zu mehr Windkraftausbau verpflichtet. Die Gesetzesänderungen stehen für eine Trendwende zugunsten der Windenergie und es gibt wichtige Gründe dafür. Und dennoch: Ein Windpark kann erhebliche Auswirkungen auf die Wohn- und Lebensqualität haben. Lärm, Schattenwurf und die optische Beeinträchtigung belasten viele Gemeinden. Sie kritisieren, dass die Windräder das Landschaftsbild verschandeln und den Tourismus beeinträchtigen. Aber mal ehrlich: Wer schaut denn heutzutage noch aus dem Fenster? Wir alle starren doch sowieso nur noch auf unsere Smartphones. Und wer weiß, vielleicht gibt es bald eine App, die einem die Landschaft ohne Windräder simuliert? Diese App würde dann vermutlich aus China kommen – denn mit fast 300 Gigawatt installierter Onshore-Windenergie stehen dort mit Abstand die meisten Windräder. Und bis 2050 soll die Kapazität noch um den Faktorfünf steigen.


Produkteigenschaften


  • Artikelnummer: A24040212457
  • Medium: Einzelheft
  • Verlag: Fachmedien Otto Schmidt KG
  • Sprache(n): Deutsch
  • Gewicht: 300 g
Editorial
ESG aktuell
Unzulässige Altersgrenze bei Bundesliga-Schiedsrichtern

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 58, ESGZ1437091
(Noch) keine Entschädigung für Treibhausgasemissionen
Environment & Climate
Im Fokus: Vorfahrt für die Windenergie
Viola C. Didier

Die Bundesregierung hat das Ziel, den Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdoppeln. Die Windkraft spielt dabei eine wichtige Rolle. Um die Windenergie an Land deutlich auszubauen, sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und die notwendigen Flächen bereitgestellt werden. Die Regierung gibt mit neuen Gesetzen, Novellierungen und Gesetzesergänzungen Gas.

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 4 - 6, ESGZ1437057
Windenergie an Land
Rebecca Gulden

Die jüngsten Änderungen des Baugesetzbuches und das neue Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) erleichtern die Genehmigung von Windkraftanlagen im bauplanungsrechtlichen Außenbereich und führen zu einer längst überfälligen Trendwende zugunsten der Windkraft. Dieser Beitrag soll einen Überblick über den neuen Regelungsmechanismus schaffen und die Unterschiede zur alten Rechtslage aufzeigen.

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 7 - 10, ESGZ1437060
„Wir brauchen schnellere Genehmigungen und mehr Flächen“
Martin Volker Gerhardt / Prof. Dr. Daniel Graewe

Deutschland wird ein wichtiger Markt für Windenergie werden, da das Land plant, seine Onshore-Windenergieerzeugung bis 2030 zu verdoppeln. Die größte Herausforderung bei der Erweiterung der Windenergie ist die Beschleunigung von Genehmigungen und der Erhalt von mehr Land. Martin Volker Gerhardt, Geschäftsführer von Siemens Gamesa Renewable Energy in Deutschland, gibt im Interview Einblicke in die Branche.

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 12 - 15, ESGZ1437063
Nachhaltige Windenergie
Dr. Cedric Vornholt / Dennis Kümmel

Windenergie gilt als nachhaltige Stromquelle, da sie keine Treibhausgasemissionen verursacht. Angesichts des erwarteten steigenden Bedarfs an Elektrizität aufgrund der Elektromobilität und des Einsatzes von Wärmepumpen als Gebäudeheizung kommt ihr eine Schlüsselrolle bei der zukünftigen Energieversorgung zu. Daher sollen bis 2032 zwei Prozent des Bundesgebiets für Windkraftanlagen verfügbar sein.

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 16 - 19, ESGZ1437066
Governance & Compliance
Climate Change-Litigation im neuen Gewand
Dr. Andreas Fabritius / Dr. Mesut Korkmaz

Während Klimaklagen (sog. Climate Change-Litigation) gegen Konzerne keine Seltenheit mehr darstellen, waren bislang klimaschutzbezogene Haftungsklagen, die sich persönlich gegen die Organmitglieder der betreffenden Gesellschaften richten, unbekannt. Das hat sich geändert, als am 09.02.2023 die Umweltschutzorganisation ClientEarth, die eine Minderheitsaktionärin der Shell plc ist, eine – laut eigener Aussage – weltweit erstmalige derivative Haftungsklage gegen den Board of Directors, also den Verwaltungsrat, des Unternehmens vor dem High Court in London erhob. Im Folgenden sollen die Hintergründe dieser Klage erörtert und der Rechtsrahmen sowie potenzielle Erfolgsaussichten einer derartigen derivativen Haftungsklage nach deutschem Recht skizziert werden.

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 31 - 35, ESGZ1437075
„Technology is everywhere“
Tobias Straube / Dr. Michael Müller-Wünsch

Was vor ein paar Jahren noch weitgehend unbekannt war, ist heute Konsens. Technologie wirkt sich auf alle drei Buchstaben von ESG aus: Algorithmen brauchen Governance, um Fehltritte zu vermeiden, die soziale und wertebasierte Positionierung findet auch in der digitalen Welt statt, und Daten und IT sind sowohl Problem als auch Lösung für den Klimawandel. Dr. Michael Müller-Wünsch, CIO bei OTTO, dem größten E-Commerce Unternehmen Europas, spricht im Interview mit Tobias Straube über Technologie im Kontext von ESG.

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 36 - 38, ESGZ1437077
ESG Compliance
Philipp Külz / Christina Odenthal-Middelhoff / Viola C. Didier

Im Rahmen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung gewinnen Compliance-Fragen zunehmend an Bedeutung. Warum Unternehmen unbedingt eine ESG-Compliance-Kultur etablieren sollten und welche neuen gesetzlichen Vorgaben in Sachen Nachhaltigkeit die Compliance vor echte Herausforderungen stellt, erklären Christina Odenthal-Middelhoff und Philipp Külz im Interview.

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 39 - 42, ESGZ1437080
Social & Human Rights
Sustainable Finance
ESG-Pflichten für Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater
Dr. Detmar Loff / Dr. Cornelius Hille / Dr. Tobias Bauerfeind

Finanzanlagenberater müssen seit dem 20. April 2023 Nachhaltigkeits-präferenzen bei ihren Kunden abfragen und berücksichtigen. Umsetzungs-projekte zeigen, dass es neben der Informationserhebung auch produktseitig noch erhebliche Unsicherheiten gibt. Der Beitrag erklärt die neuen Anforderungen und zeigt Lösungen auf.

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 44 - 48, ESGZ1437083
Taxo4 und Real Estate
Sabine Wieduwilt

Die ESG-Regulierung verschärft sich kontinuierlich. Bei der EU-Taxonomie, die unter anderem vorgibt, ab wann eine Immobilie als ökologisch nachhaltig einzustufen ist, sollten zu den zwei bestehenden Kriterien für die klimabezogenen Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel Kriterien für die weiteren vier Umweltziele („Taxo4“) hinzukommen. Was bedeutet die EU-Taxonomie rechtlich? Welche weiteren Inhalte sind für die Immobilienbranche zu erwarten? Wo gibt es Chancen, Herausforderungen, Kritikpunkte?

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 49 - 53, ESGZ1437086
Ethereum: Vom CO2-Emittenten zum grünen Vorreiter
Tobias Straube

Ethereum hat im September 2022 einen bedeutenden Schritt vom CO2-Emittenten zum grünen Vorreiter gemacht. Die Umstellung der Blockchain von „Proof of Work“ auf „Proof of Stake“ hat zu einer erheblichen Reduzierung des Energieverbrauchs geführt. Damit hat Ethereum gezeigt, dass die Kryptoindustrie Maßnahmen ergreift, um der Kritik an ihrem hohen Energieverbrauch zu begegnen. Andere Probleme bestehen jedoch weiterhin fort.

ESGZ vom 10.5.2023, Heft 05, Seite 54 - 56, ESGZ1437089